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Skiverletzungen

Laut bfu-Statistik der Schneesportunfälle für 2002/03 verteilen sich die Körperverletzungen beim Skifahren folgendermassen:  Foto Schneesportunfälle

In den letzen 10 Jahren sank die Zahl der Skiunfälle kontinuierlich. Eine der Ursachen ist der Boom der Schneesportart „ Snowboarden“. Die sinkende Zahl der Skiunfälle wurde durch den Anstieg der Snowboardunfälle kompensiert, wie die Grafik der SUVA zeigt:  Foto Anzahl Schneesportunfälle

Während 80% der Snowboardunfälle sich in der Alterskategorie von 10 bis 29 Jahren ereignen, ist die Altersverteilung für die Skiunfälle viel breiter. Die Verunfallten sind im Durchschnitt älter. Laut Statistik der bfu treten mehr als 60% der Skiunfälle im Alter von 30 bis 69 Jahren auf.

Zwischen 12h30 und 15h30 geschehen die meisten Unfälle, vor allem auf vorbereiteten offenen Pisten. Die Mehrheit sind Selbstunfälle ohne äussere Einwirkung.

In 7% sind Kollisionen mit anderen Personen, namentlich Snowboardfahrern die Ursache der Verletzungen. Infolge der hohen Geschwindigkeiten und des fehlenden Schutzes können hier sehr schwere Verletzungen resultieren.

Verletzungen

1. Quetschungen und Prellungen 20%:  Foto Quetschungen und Prellungen 20%

2. Verstauchung : 21%  Foto Verstauchung : 21%

3. Brüche: 22%
Handgelenk:  Foto Brüche: 22%: Handgelenk Unterschenkel / Oberarm:  Foto Brüche: 22%: Unterschenkel / Oberarm

4. Luxationen, Verrenkungen: 9.1%

5. Offene Wunde: 5%

6. Andere: 21%
Fast 40% der Fälle müssen im Spital behandelt werden und die Hälfte davon muss mit dem Helikopter transportiert werden  Foto Andere: 21%.
 

Vorbeugende Massnahmen

  • Sich fit halten. Eine gute Kondition ist sehr wichtig. Eine gute Muskulatur schützt die darunterliegenden Knochen( Rücken, Oberschenkel). Warm up vor dem ersten Abfahrt.
  • Materialkontrolle (Kante, Bindungen kontrollieren und einstellen lassen)
  • Adäquate Ausrüstung( Augenschutz, Handschuh, gute Bekleidung, Helm)
  • Markierungen und Signale auf der Piste beachten
  • Skischule für Anfänger
  • Geschwindigkeit anpassen vor allem bei Pistenkreuzungen. Geschwindigkeit zwischen 30 bis 70 km/h sind üblich bei Schneesportlern.

FIS-Regeln für Skifahrer

   1.  

Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.

   2.  

Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise.
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

   3.  

Wahl der Fahrspur
Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.

   4.  

Überholen
Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.

   5.  

Einfahren und Anfahren und hangaufwärts Fahren
Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.

   6.  

Anhalten
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.

   7.  

Aufstieg und Abstieg
Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

   8.  

Beachten der Zeichen
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.

   9.  

Hilfeleistung
Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.

   10.  

Ausweispflicht
Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Copyright: Illustrationen Stiftung Sicherheit im Skisport

Schneesportunfälle
Schneesportunfälle
Anzahl Schneesportunfälle
Anzahl Schneesportunfälle
Quetschungen und Prellungen 20%
Quetschungen und Prellungen 20%
Verstauchung : 21%
Verstauchung : 21%
Brüche: 22%: Handgelenk
Brüche: 22%: Handgelenk
Brüche: 22%: Unterschenkel / Oberarm
Brüche: 22%: Unterschenkel / Oberarm
Andere: 21%
Andere: 21%
 
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